Das Institut für Medizinische Physik und Medizintechnik (IMPM) wurde zum 1.7.2006 wurde am Klinikum Ansbach gegründet.

Die Medizintechnik befasst sich mit Instrumenten, Apparaten, Systemen und Software und deren sicherer Anwendung an Patienten für Vorsorge, Diagnostik, Therapie, Pflege und Rehabilitation. Die Aufgaben unserer Medizintechniker reichen von der Beschaffung, der Inbetriebnahme, der Einweisung, der Wartung oder Instandsetzung, der Qualitätssicherung bis zum Altgerätemanagement unserer derzeit ca. 3.500 medizintechnischen Geräte.

Die Medizinische Physik wird häufig nur mit der Strahlentherapie in Verbindung gebracht, weil dort Fachärzte und Medizinphysiker gemeinsam für die Therapieplanung am Patienten verantwortlich sind. Historisch war die Medizinische Physik aber an der Entwicklung aller radiologischen Fachrichtungen beteiligt. Mittlerweile stellt sie im Bereich zwischen Medizin und Physik ein wichtiges Element sowohl in der Gesundheitsfürsorge als auch in der Forschung und Entwicklung dar mit folgenden Zielen:

  • Anwendung physikalischer Konzepte und Methoden zum Verständnis des gesunden und kranken menschlichen Körpers;
  • Entwicklung und Einführung neuer, verbesserter Verfahren und Techniken zur Untersuchung und Behandlung von Patienten;
  • Bereitstellung und Einsatz physikalischer Hilfsmittel in der klinischen Routine.

Schon bald nach der Entdeckung der Röntgenstrahlen im Jahre 1895 und der Radioaktivität ein Jahr später begannen Physiker, zu neuen und verbesserten Anwendungen dieser Entdeckungen im medizinischem Bereich beizutragen. Aufgaben fanden sich zunächst in der Strahlentherapie und im Strahlenschutz, dann auch bei der Entwicklung und Anwendung radiologischer Abbildungsverfahren und in der Strahlenbiologie. Heute erstreckt sich das Fach Medizinische Physik sowohl auf das gesamte Gebiet der Radiologie (einschließlich Ultraschall und magnetischer Resonanzverfahren) als auch auf die Anwendung nichtionisierender Strahlen in der Optik, Akustik und Lasermedizin. Dazu kommen die Computerwissenschaften und die Elektronik. Darüber hinaus ergeben sich Berührungen und teilweise auch Überschneidungen mit anderen Fachgebieten, wie z.B. mit der Biomedizinischen Technik oder der Umweltphysik.

Der Medizinphysiker ist für den Betrieb der Strahlentherapie unabdingbar als Partner des Arztes in der Therapieplanung, aber auch für die technische Sicherstellung des Betriebes und die Qualitätssicherung. Für die Nuklearmedizin ist eine beratende Tätigkeit vorgeschrieben. In der Radiologie muss er auf Anraten der Aufsichtsbehörden hinzugezogen werden.
Die Aufgaben nehmen aufgrund wachsender Komplexität der medizinisch-technischen Geräte und Verfahren und nicht zuletzt aufgrund ständig neuer gesetzlicher Regelungen zu.

In diesem Sinne war die Einrichtung eines Institutes an unserem Haus, in dem Medizinphysiker und Medizintechniker zum Wohl unserer Patienten zusammenarbeiten, eine zukunftsweisende Entscheidung.

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